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Die Vorleser

Vorleser in Tabakfabrik


Die Vorleser — Unterhaltung in der Tabakfabrik

Einst war es Tradition: Um die Monotonie der Arbeit etwas zu durchbrechen, traten Vorleser in den Zigarrenfabriken Kubas in Aktion. Sie lasen beispielsweise Passagen aus Literaturklassikern vor und unterhielten so die Arbeiter. Arbeit und Bildung verschmolzen damit zu einer Einheit. Die Tradition mag sich auf dem Rückzug befinden, doch keine Frage: Sie lebt.



Eine lange Tradition: die Vorleser

Sie hörten Texte von Alexandre Dumas, von William Shakespeare, von Emile Zola, die Arbeiter in den Tabakfabriken, vor allem in Kuba. Um das Jahr 1865 herum soll der erste Vorleser seinen Dienst angetreten haben: Er tat dies allerdings nicht in Kuba, sondern in El Figaro, USA. Die Initiative für das Vorlesen kam auf Kuba häufig von den Arbeitern, die nicht selten auch eigenhändig für die Dienste des Vorlesers zahlten.

Bandbreite der Lektüre

Unterhaltendes, Klassisches, Politisches: Die Bandbreite der vorgelesenen Texte in Kubas Zigarrenfabriken war schon immer groß. Jules Verne, Nietzsche, Zeitungsartikel und auch politische Pamphlete gehörten zur vorgetragenen Lektüre. Shakespeares „Romeo und Julia“ fand ebenso Anhänger wie Hugos „Die Elenden“. Und mitunter stand die Literatur auch als Pate parat, wenn es um Namensfindung in der Welt der Zigarre ging: etwa bei der Zigarrenfabrik Romeo y Julieta. Manch ein Besitzer einer Zigarrenfabrik sah allerdings insbesondere die politische Lektüre nicht immer mit allzu großem Wohlwollen.

Vorlesen — kleine Rebellionen

Zeitweise wurde das Vorlesen in den Zigarrenfabriken verboten, zu heikel erschienen die Texte, zu sehr schienen sie Aufruhr zu schüren. 1866 beispielsweise gab es ein erstes Verbot auf Kuba, das jedoch bald wieder aufgehoben wurde. Zu groß war das Interesse der Arbeiter, zu groß der Widerstand gegen das Verbot. Die Lektüre insbesondere politischer Texte förderte das eigene Denken der Arbeiter, bot ihnen Anlass und Gelegenheit, sich mit gesellschaftlichen Realitäten auseinanderzusetzen. Kaum ein Arbeiter wollte das missen.

Vorleser — heute auf dem Rückzug

Die Tradition des Vorlesens verblasst heute etwas: Radio und CD bieten mächtige Konkurrenz. Manchmal existieren nur noch Reste der Tradition, wenn beispielsweise Artikel aus Zeitungen vorgelesen werden, bevor das Radio die Unterhaltung übernimmt. In anderen Zigarrenfabriken können nur noch die Arbeiter selbst die Stille brechen: mit eigenen Gesprächen. Und dennoch findet man den Vorleser bisweilen auch heute noch. Wie gesagt: Die Tradition lebt… Verblassen bedeutet halt nicht immer verschwinden.



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